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News


06. März 2019

Gemeindeblatt Böhlitz-Ehrenberg

Anno dazumal: Kleinlederwaren - Teil 3

Am 1. Januar 1967 erfolgte der Zusammenschluss mehrerer Betriebe zum VEB Vereinigte Kleinlederwarenbetriebe »Varioled«. Dieser umfasste:

  • Werk I Böhlitz-Ehrenberg, zentrale Leitung, Konstruktionsbüro
  • Werk II Borsdorf, Brief- und Geldscheintaschen, Etuis
  • Werk III Weißenfels, Uhrenarmbänder
  • Werk IV Magdeburg, Brief- und Geldscheintaschen, Börsen, Tabakbeutel, Schlüsseltaschen, Messerhüllen
  • Werk V Rudolstadt, Kleinlederwaren und Abspaltung der Gerberei.

In den Folgejahren erfolgte die weitere Übernahme von Betrieben:

  • 1971 Firma Fritz Bachmann Leipzig als Werk VI
  • 1972 Kauf der Firma Lorenz & Poltermann, Altenburg als Werk VII
  • 1980 Niederlassung in Köthendorf bei Chemnitz (ehem. Fa. Lohse) als Werk VIII

1980 errichtete man rechts neben dem historischen Bürobau auf dem Betriebsgelände ein größeres Produktionsgebäude, das heute noch existiert. Dieses Haus nahm alle Produktionsbereiche des Stammwerkes auf und diente als Lager für Material und Fertigware. 1987 erfolgte die Ausgliederung des Werkes III an die Schuhfabrik Weißenfels. Am 1. Juli 1990 erfolgte die Entflechtung der Betriebsvereinigung in drei selbständige GmbH i. A.:

  • Varioled Lederwaren GmbH i. A. mit Niederlassungen in Böhlitz-Ehrenberg, Borsdorf, Altenburg, Köthensdorf
  • Akzent Lederwaren GmbH i. A. Magdeburg
  • Thüringer Lederwaren GmbH i. A. Rudolstadt

Ende 1990 wurde die Niederlassung Borsdorf wegen Auftragsmangels geschlossen, Mitte 1991 die Niederlassungen Altenburg und Köthensdorf. Am 1. November 1991 ging die Böhlitz-Ehrenberger Niederlassung in Liquidation. Die chronologischen Bezeichnungen der Firma waren:

  • Kofferfabrik Moritz Mädler
  • VEB Leipziger Koffer- und Lederwarenfabrik Böhlitz-Ehrenberg
  • VEB Leipziger Feinlederwarenfabrik
  • VEB Vereinigte Kleinlederwarenbetriebe ‚Varioled‘

Die Verwaltungsbaracke des ehemaligen VEB Kleinlederwaren an der Ecke Südstraße/Fabrikstraße brannte im Februar 2010 und wurde später abgerissen. Das Fabrikgebäude stand lange leer, ab 2012 wurde das historische und unter Denkmalschutz stehende Verwaltungsgebäude durch Peter Jochmann saniert. Das massive Fundament der Produktionshalle wurde größtenteils entfernt, um das Areal landwirtschaftlich zu nutzen. Neben Hühnern und Schafen hat Jochmann auch eigene Bienenstöcke. Im rückwärtigen Grundstücksteil befindet sich noch ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäude aus den Anfangsjahren. In einem weiteren Nebengebäude sind Wohnungen neu entstanden. 2017 eröffnete Jochmann das »Bistro Fabrik 21«. Zwischen 11.00 und 14.00 Uhr kann man im Bistro für kleines Geld zu Mittag essen, was vor allem von den Mitarbeitern der umliegenden Betriebe genutzt wird. Dort verkauft Jochmann auch Honig und Freiland-Eier.



26. Oktober 2017

Gemeindeblatt Böhlitz-Ehrenberg

Honig aus der Fabrik

Zugegeben, die Überschrift führt in die Irre, denn der Honig, von dem in diesem kurzen Artikel die Rede ist, ist natürlich ganz natürlich. Nur der Standort der Bienenvölker stellt den Bezug zur Fabrik her – denn die Bienen sind im Garten hinter dem ehemaligen Kleinlederwarengebäude – der heutigen Bistro Fabrik21 – zu Hause und fühlen sich hier ganz wohl. Woran man das erkennt? An der Menge des »geernteten« Honigs. Peter Jochmann, der in diesem Fall Vater von drei der insgesamt acht Völkern der Fabrikbienen ist, weiß zu berichten, dass allein eines seiner drei Bienenvölker in diesem Jahr 45 Kilo des güldenen Süßstoffes produziert hat. Und noch einen Vorteil hat das Imkerleben, weiß Jochmann zu berichten: »Die Arbeit mit den Bienen entschleunigt sehr.« Wer neben dem Honig, den es in der Bistrofabrik käuflich zu erwerben gibt, noch Informationen zu den Bienen haben möchte, denen gibt Jochmann gern bereitwillig Auskunft.



30. Juli 2017

In der Ausgabe 06/2017 des "Wirteblatt" brachte die DEHOGA auch einen kleinen, aber feinen Artikel über das Bistro Fabrik21. Lesen lohnt sich!

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